Was sind die CUBE-Funktionen in Excel?

veröffentlicht am 09.06.2022

Strichmännchen mit Fragenzeichen über dem Kopf

Die CUBE-Funktionen in Excel gehören zum Bereich der Power Tools und setzen auf dem Datenmodell von Power Pivot auf. (Nähere Informationen zum Thema Power Pivot finden Sie in unserem Blogbeitrag Was ist der Unterschied zwischen den beiden Excel Werkzeugen Pivot-Tabelle und Power Pivot?) Dieses Datenmodell wird auch CUBE (dt. Würfel) genannt, was zum Namen dieser Funktionen führt – und auch gleich ihren Sinn andeutet: Mit den CUBE-Funktionen können Sie direkt einen Wert aus dem Datenmodell abfragen, ohne zuerst eine Pivot-Tabelle erstellen zu müssen. Dadurch werden Sie mit einem Schlag deutlich flexibler bei der Gestaltung Ihrer Berichte.

In diesem Betrag zeigen wir Ihnen, wie Sie die CUBE-Funktionen zu Ihrem Vorteil nutzen können.

CUBE-Funktionen – Pivot-Tabelle ohne Pivot-Tabelle?!

Hier sehen Sie eine einfache Unternehmensauswertung in Form einer Pivot-Tabelle. Es werden die einzelnen Umsätze der Standorte ausgewertet und aufsummiert, das Ganze steht dann noch in Bezug zu einer Zeitachse. Somit können Sie sich ganz einfach die Umsätze der jeweiligen Jahre anzeigen lassen. (Ergebnis lt. Filter)

Beispiel Pivottabelle mit CUBE-Funktion 1

Eine einfache Auswertung mit Pivot-Tabelle und CUBE-Funktion

Nun soll jedoch dieser ausgewählte Jahresumsatz anteilig in Bezug zu allen bisher gemachten Umsätzen gebracht werden. (Gesamtumsatz bisher)
Dazu müsste man eine zweite Pivot-Tabelle erstellen, die nicht der Zeitachse unterliegt. Dort könnte man dann den Wert mit der Funktion =PIVOTDATENZUORDNEN() „abholen“ und in die Berechnung einbringen.

Oder man holt diesen Wert ganz einfach direkt aus dem Datenmodell – mit einer CUBE-Funktion!

Beispiel Pivottabelle mit CUBE-Funktion 2

Hier wird der Gesamtumsatz mit einer CUBE-Funktion aus dem Datenmodell geholt

Um den Anteil am Gesamtumsatz zu berechnen muss man dann nur mehr das Ergebnis lt. Filter (hier benötigt man natürlich die Funktion PIVOTDATENZUORDNEN ) durch den Gesamtumsatz bisher dividieren und als Prozentsatz formatieren.

Wie komme ich nun zu dieser CUBE-Funktion?

Ganz wichtig ist es zu beachten, dass die CUBE-Funktionen nur mit einem Datenmodell (Power Pivot) im Hintergrund funktionieren.

Schauen wr uns mal graphisch das Datenmodell für unser Beispiel an:

Datenmodell mit Measure

Datenmodell mit Measure „Gesamtumsatz“

Wir haben ein einfaches Star-Schema mit einem Measure für den Gesamtumsatz. Und genau diesen Gesamtumsatz ohne Filter holen wir uns jetzt mit einer CUBE-Funktion aus dem Datenmodell heraus, um ihn mit dem Wert gemäß der Zeitachse zu vergleichen und den prozentuellen Anteil zu errechnen.

Die CUBE-Funktion wie im Beispiel zuvor sieht wie folgt aus:

Beispiel der Funktion CUBEWERT

  • Mit =CUBEWERT( definieren Sie, dass Sie einen bestimmten Wert aus dem Datenmodell abfragen möchten.
  • Mit „ThisWorkbookDataModel“ ordnen Sie der Funktion das Datenmodell Ihrer aktuellen Arbeitsmappe zu
  • [Measures] legt fest, dass Sie ein Measure dieses Datenmodells abfragen möchten.
  • [Gesamtumsatz] definiert, welches Measure angezeigt werden soll.

Mit dieser Formel bekommen Sie direkt aus dem Datenmodell die Gesamtsumme der Umsätze angezeigt.

Danach müssen Sie nur noch das Ergebnis lt. Filter durch den Gesamtumsatz bisher teilen und Sie erhalten den Anteil am Gesamtumsatz in Prozent.

Wollen Sie es selbst ausprobieren?

Laden Sie sich die Musterdatei herunter und probieren Sie das Beispiel aus!

Das Datenmodell und die Pivot-Tabelle haben wir natürlich bereits für Sie vorbereitet.

War das schon alles?

Keineswegs – im Gegenteil! Es gibt noch eine Reihe weiterer CUBE-Funktionen und Möglichkeiten:

  • Man kann Sie genauso mit Zeitachsen und Datenschnitten kombinieren, und somit auch – je nach Bedarf – dynamisch gestalten.
  • Oder Sie filtern eben bestimmte Werte fix aus dem Datenmodell, um diese als „Eckpunkte“ in Ihren Bericht zu integrieren.

Letztendlich ist auch jede Pivot-Tabelle, die auf einem Datenmodell beruht, „nur“ eine Ansammlung von CUBE-Funktionen.
Wir zeigen Ihnen in unserem Kurs, wie Sie dadurch eine Pivot-Tabelle „zerlegen“ und gemäß Ihren Bedürfnissen wieder „zusammenbauen“ können.

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Noch ein Praxistipp vom Profi:

Die Eingabe der CUBE-Funktionen wirkt aufs erste sehr komplex und aufwendig.
Wenn Sie es jedoch ausprobieren werden Sie feststellen, dass Sie Excel bei der Eingabe laufend unterstützt und Sie meist nur mehr den nächsten möglichen Schritt mit der Tabulatortaste bestätigen müssen. Achten Sie jedoch auf die Klammern, Anführungszeichen, Strichpunkte und Punkte als Trennzeichen.
Nur Mut, probieren Sie unsere Beispieldatei aus!

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