veröffentlicht am 01.04.2026
Excel wird im Arbeitsalltag vor allem dann effizient, wenn die wichtigsten Funktionen sicher beherrscht werden. Sie ermöglichen es, Daten zu berechnen, auszuwerten und logisch zu verknüpfen, ohne wiederkehrende Aufgaben manuell durchführen zu müssen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen 15 zentrale Excel-Funktionen, die häufig eingesetzt werden und eine solide Grundlage für weiterführende Analysen bilden.
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Grundlegende Berechnungen
Was macht die Funktion?
Die Funktion =SUMME() addiert mehrere Zahlen oder Zellbereiche miteinander. Sie gehört zu den am häufigsten verwendeten Funktionen in Excel und ist eine der ersten Funktionen, die viele Anwender kennenlernen.
Syntax:
=SUMME(Zahl1; [Zahl2]; …) =SUM(number1, [number2], …)
Was viele nicht erwarten: Die Funktion =SUMME() kann auch mehrere getrennte Bereiche gleichzeitig addieren.
Beispiel:
=SUMME(B2:B5; D2:D5)
Damit lassen sich z. B. Umsätze aus zwei verschiedenen Tabellenbereichen direkt zusammenrechnen – ohne zusätzliche Hilfsformeln.
Ein kleiner Excel-Fakt
Die Funktion =SUMME() gehört zu den ältesten Excel-Funktionen und existiert seit den ersten Versionen der Tabellenkalkulation in den 1980er-Jahren. Sie wurde entwickelt, um Berechnungen zu automatisieren, die zuvor manuell mit Taschenrechner durchgeführt wurden.
Die Funktion =MITTELWERT() berechnet das arithmetischen Mittel einer Reihe von Zahlen. Sie addiert alle Werte eines Bereichs und teilt das Ergebnis durch die Anzahl der enthaltenen Zahlen.
Diese Funktion wird verwendet, um Durchschnittswerte wie Umsätze, Noten oder Bewertungen zu berechnen.
=MITTELWERT(Zahl1; [Zahl2]; …) =AVERAGE(number1, [number2], …)
Interessante Zusatzinfo
Die Funktion =MITTELWERT() berücksichtigt nur numerische Werte.
Das bedeutet: Wenn sich in einem Bereich Text oder leere Felder befinden, beeinflussen diese das Ergebnis nicht.
Die Funktion =MIN() ermittelt den kleinsten Wert in einer Liste von Zahlen oder in einem Zellbereich. Sie wird häufig verwendet, um z. B. den niedrigsten Preis, die geringste Verkaufszahl oder die schnellste Zeit aus einer Datentabelle zu bestimmen.
=MIN(Zahl1; [Zahl2]; …) =MIN(number1, [number2], …)
Was viele nicht wissen
Die Funktion =MIN() ignoriert automatisch sowie leere Zellen als auch Textwerte. Das bedeutet, dass auch in größeren Tabellen mit gemischten Daten der kleinste numerische Wert zuverlässig ermittelt wird.
Ein kurzer Hintergrund
Die Funktion =MIN() gehört zu den grundlegenden Analysefunktionen in Excel und existiert bereits seit den frühen Versionen der Tabellenkalkulation. Sie wurde entwickelt, um schnell Extremwerte – also Minimal– oder Maximalwerte – in Datensätzen zu identifizieren.
Die Funktion =MAX() wird verwendet, um den größten Wert innerhalb eines Zahlenbereichs oder einer Liste von Zahlen zu ermitteln. Sie ist besonders hilfreich, wenn aus einer größeren Datenmenge schnell der höchste Wert – etwa der beste Umsatz, die höchste Bewertung oder der Spitzenwert eines Zeitraums identifiziert werden soll.
=MAX(Zahl1; [Zahl2]; …) =MAX(number1, [number2], …)
Hintergrundwissen
Die Funktion =MAX() gehört zu den grundlegenden Analysefunktionen in Excel und ist seit den frühen Versionen der Tabellenkalkulation verfügbar. Sie wurde entwickelt, um Extremwerte in Datensätzen schnell und zuverlässig zu identifizieren, ohne dass eine manuelle Durchsicht aller Werte erforderlich ist.
Die Funktion =RUNDEN() rundet eine Zahl kaufmännisch auf oder ab. Sie wird häufig verwendet, um Ergebnisse übersichtlicher darzustellen oder Zahlen an Währungs-, Preis- oder Berichtsvorgaben anzupassen.
=RUNDEN(Zahl; Anzahl_Stellen) =ROUND(number, num_digits)
Mit RUNDEN können auch ganze Zahlen gerundet werden, indem eine negative Stellenzahl verwendet wird.
=RUNDEN(1487;-2)
Ergebnis: 1500
Excel rundet hier auf die nächsten Hunderter
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Zählen & Summieren
Die Funktion =ANZAHL() zählt die Anzahl der numerischen Werte innerhalb eines Zellbereichs. Sie wird häufig verwendet, um schnell zu überprüfen, wie viele Datensätze, Messwerte oder Einträge tatsächlich Zahlen enthalten.
Damit eignet sich die Funktion besonders für Auswertungen von Tabellen, Statistiken oder Datensammlungen.
=ANZAHL(Wert1; [Wert2]; …) =COUNT(value1, [value2], …)
Die Funktion =ANZAHL() gehört zu den grundlegenden Analysefunktionen von Excel und wird häufig in Kombination mit anderen Funktionen eingesetzt, beispielsweise mit =MITTELWERT(), um Durchschnittswerte oder Datenauswertungen zu erstellen.
Die Funktion =ANZAHL2() zählt alle nicht-leeren Zellen in einem Bereich. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Zellen Zahlen, Text, Datumswerte oder Formeln enthalten – jede gefüllte Zelle wird berücksichtigt.
Diese Funktion wird häufig verwendet, um schnell festzustellen, wie viele Einträge in einer Liste oder Tabelle vorhanden sind.
=ANZAHL2(Wert1; [Wert2]; …) =COUNTA(value1, [value2], …)
Unterschied zwischen ANZAHL, ANZAHL2
Die Funktion =SUMMEWENN() addiert Zahlen nur dann, wenn sie ein bestimmtes Kriterium erfüllen. Damit lassen sich Daten gezielt auswerten, z. B. Umsätze pro Produkt, pro Mitarbeiter oder pro Kategorie.
Die Funktion gehört zu den sogenannten Bedingungsfunktionen und ist besonders hilfreich bei größeren Tabellen.
=SUMMEWENN(Bereich; Kriterium; [Summe_Bereich]) =SUMIF(range, criteria, [sum_range])
Das Kriterium kann auch ein Vergleichsoperator sein. (Beispiel: Alle Umsätze über 1000 summieren)
=SUMMEWENN(B2:B10;”>1000″)
Mit diesem Beispiel werden nur Werte berücksichtigt, die größer als 1000 sind.
Mit der Funktion =SUMMEWENNS() können Zahlen gezielt addiert werden, die mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllen. Im Gegensatz zu =SUMMEWENN(), das nur ein einziges Kriterium berücksichtigt, ermöglicht =SUMMEWENNS() eine präzisere Auswertung von Daten nach mehreren Merkmalen – ohne zusätzliche Hilfsformeln oder manuelle Filterung.
=SUMMEWENNS(Summe_Bereich; Kriterien_Bereich1; Kriterium1; [Kriterien_Bereich2; Kriterium2]; …) =SUMIFS(sum_range, criteria_range1, criteria1, [criteria_range2, criteria2], …)
Warum ist diese Funktion besonders hilfreich?
Kurz zur Geschichte
Die Funktion =SUMMEWENNS() wurde als Erweiterung der älteren Funktion =SUMMEWENN() eingeführt, die nur eine einzige Bedingung unterstützte. Mit wachsenden Anforderungen an Datenanalysen in Unternehmen entstand der Bedarf, mehrere Kriterien gleichzeitig in einer Formel verarbeiten zu können ohne auf Pivot-Tabellen oder komplexe Hilfskonstruktionen zurückgreifen zu müssen.
Die Funktion =ZÄHLENWENN() zählt, wie oft ein bestimmtes Kriterium innerhalb eines Zellbereichs erfüllt wird. Damit lassen sich Daten schnell auswerten, beispielsweise um zu ermitteln, wie oft ein bestimmtes Produkt verkauft wurde oder wie viele Einträge einen bestimmten Wert enthalten.
Die Funktion gehört – ähnlich wie =SUMMEWENN() – zu den Bedingungsfunktionen in Excel.
=ZÄHLENWENN(Bereich; Kriterium) =COUNTIF(range, criteria)
Die Funktion =ZÄHLENWENN() wurde eingeführt, um Datenauswertungen mit Bedingungen direkt über Formeln zu ermöglichen. Sie gehört zu den meistverwendeten Analysefunktionen in Excel.
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Darüber hinaus erhalten Sie praxisnahe Tipps und bewährte Arbeitsweisen, mit denen Sie Excel im Büroalltag effizienter nutzen und typische Aufgaben schneller erledigen können.
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Erweiterte Logik
Die Funktion =ZÄHLENWENNS() zählt, wie viele Einträge in einer Tabelle mehrere Bedingungen gleichzeitig erfüllen. Im Gegensatz zur Funktion =ZÄHLENWENN(), die nur ein einzelnes Kriterium berücksichtigt, ermöglicht =ZÄHLENWENNS() eine deutlich präzisere Auswertung von Daten.
Diese Funktion wird häufig eingesetzt, wenn Daten nach mehreren Merkmalen oder Kategorien gleichzeitig analysiert werden sollen, beispielsweise nach Zeitraum, Kategorie oder Verantwortlichem.
=ZÄHLENWENNS(Kriterien_Bereich1; Kriterium1; [Kriterien_Bereich2; Kriterium2]; …) =COUNTIFS(criteria_range1, criteria1, [criteria_range2, criteria2], …)
Jedes Kriterium besteht aus einem Bereich und einer dazugehörigen Bedingung. Alle Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein, damit ein Datensatz gezählt wird.
Alle Kriterien werden gleichzeitig geprüft
Die Kriterienbereiche müssen gleich groß sein
Vergleichsoperatoren sind möglich
Die Funktion =ZÄHLENWENNS() wurde als Erweiterung der Funktion =ZÄHLENWENN() eingeführt, um Auswertungen mit mehreren Kriterien direkt in einer Formel durchführen zu können. Sie gehört heute zu den wichtigsten Funktionen für strukturierte Datenanalysen in Excel.
Die Funktion =WENN() prüft eine Bedingung und gibt abhängig vom Ergebnis unterschiedliche Werte zurück. Sie gehört zu den wichtigsten logischen Funktionen in Excel und wird häufig verwendet, um automatische Entscheidungen innerhalb von Tabellen zu treffen.
Mit dieser Funktion können Daten beispielsweise bewertet, klassifiziert oder in verschiedene Kategorien eingeteilt werden.
=WENN(Prüfung; Wert_wenn_wahr; Wert_wenn_falsch) =IF(logical_test, value_if_true, value_if_false)
Typische Einsatzbereiche
Die Funktion =WENN() wird häufig verwendet für:
Die Funktion WENN im Detail
Erfahren Sie in einem separaten Beitrag mehr über die Funktion =WENN() und deren Anwendungsmöglichkeiten im Detail – zum Beitrag gelangen Sie hier.
Die Funktion =WENNS() prüft mehrere Bedingungen nacheinander und gibt den Wert der ersten erfüllten Bedingung zurück. Sie wurde eingeführt, um komplexe verschachtelte WENN-Funktionen übersichtlicher zu gestalten.
Mit dieser Funktion lassen sich Daten leichter klassifizieren, bewerten oder in verschiedene Kategorien einteilen, wenn mehrere mögliche Bedingungen berücksichtigt werden müssen.
=WENNS(Bedingung1; Wert_wenn_wahr1; [Bedingung2; Wert_wenn_wahr2]; …) =IFS(logical_test1, value_if_true1, [logical_test2, value_if_true2], …)
Bedingungen werden nacheinander geprüft
Übersichtlichere Formeln
Mehrere Bedingungen möglich
Die Funktion WENNS im Detail
In einem weiteren Beitrag gehen wir gezielt auf die Funktion =WENNS() ein und zeigen deren Einsatz im Detail – hier gelangen Sie zum entsprechenden Artikel.
Die Funktion =WENNFEHLER() überprüft, ob eine Formel einen Fehler zurückgibt. Wenn ein Fehler auftritt, kann stattdessen ein alternatives Ergebnis oder eine eigene Meldung angezeigt werden.
Dadurch lassen sich Tabellen übersichtlicher gestalten und typische Excel-Fehler wie #NV, #DIV/0!, #WERT! oder #BEZUG! automatisch abfangen.
=WENNFEHLER(Wert; Wert_wenn_Fehler) =IFERROR(value, value_if_error)
Alle Fehlertypen werden gleichzeitig erkannt
Verbesserte Übersichtlichkeit von Tabellen
Häufige Kombination mit anderen Funktionen
Die Funktion =WENNFEHLER() wurde eingeführt, um Fehlerbehandlungen in Excel zu vereinfachen. In älteren Excel-Versionen mussten Fehler mit komplexeren Konstruktionen aus =WENN() und =ISTFEHLER() abgefangen werden. Mit =WENNFEHLER() lässt sich diese Logik deutlich einfacher und übersichtlicher umsetzen.
Die Funktion =INDEX() gibt den Wert einer Zelle aus einem bestimmten Bereich zurück, basierend auf einer angegebenen Zeilen- und optionalen Spaltenposition. Sie gehört zu den wichtigsten Funktionen für gezielte Datenabfragen innerhalb von Tabellen.
Mit =INDEX() lassen sich Daten flexibel aus größeren Tabellen abrufen, ohne dass sich die Struktur der Tabelle verändern muss.
=INDEX(Matrix; Zeile; [Spalte]) =INDEX(array, row_num, [column_num])
Flexible Datenabfrage
Unabhängig von der Tabellenstruktur
Gut zu wissen
In modernen Excel-Versionen wird =INDEX() häufig durch die Funktion =XVERWEIS() ergänzt oder ersetzt, da diese noch flexibler einsetzbar ist. Dennoch bleibt =INDEX() eine wichtige Grundlage, insbesondere wenn Positionen innerhalb von Datenstrukturen gezielt angesteuert werden sollen oder ältere Excel-Versionen im Einsatz sind.
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