Was ist der Unterschied zwischen den beiden Excel Werkzeugen Pivot-Tabelle und Power Pivot?
veröffentlicht am 25.07.2020
überprüft/ aktualisiert am 06.06.2022
Diese oder ähnliche Fragen bekommen wir immer wieder gestellt. Bei beiden Werkzeugen ist ja von “Pivot” die Rede. Also was ist da dran, dass wir diese Tools sogar in unterschiedlichen Kurslevels trainieren? Sogar scheinbar mehrmals in verschiedenen Kursen?
In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wo die Unterschiede zwischen Pivot-Tabelle und Power Pivot sind und welchen Nutzen Sie daraus ziehen können.
Was kann die Pivot-Tabelle? – Eine Standortbestimmung
Die Pivot-Tabelle ist ein sehr gutes, ausgereiftes Werkzeug, um große, unübersichtliche Datenmengen auszuwerten. Sie kann uns zum Beispiel sagen, wann sich ein Produkt am besten verkauft hat, wie sich Lagerstände entwickeln, oder auch wo eine Dienstleistung am meisten gefragt ist. Mit diesen Informationen bekommt man also gute Entscheidungsgrundlagen für zukünftige Planungen.
Unübersichtliche Daten werden zu einer übersichtlichen Auswertung
Die Pivot-Tabelle, auch Kreuztabelle genannt, hat allerdings auch ihre Grenzen:
- Begrenzte Datenmenge
Ein Excel-Arbeitsblatt hat max. 1.048.576 Zeilen – Mehr Zeilen passen auch mit quetschen und drücken nicht hinein.
Das klingt fürs erste nach viel, aber bei Lagerlisten, technischen Auswertungen (Datenlogger), Kontobewegungen von Handelsunternehmen usw. stößt man dabei sehr schnell an Grenzen. - Begrenzte Berechnungsmöglichkeiten
Zusammenfassungen nach bestimmten Kategorien und Zeiträumen, Anteile an Gesamtumsätzen und dergleichen – alles kein Problem.
Was aber, wenn man z.B. bestimmte Zeiträume vergleichen will? Oder besondere Daten herausfiltern? Auch da erreicht man schnell die Grenzen der klassischen Kreuztabelle.
Bis hierher – und nicht noch weiter!?
An dieser Stelle tritt nun Power Pivot auf den Plan. Es erzeugt ein sogenanntes Datenmodell, auch Data-Cube genannt, welches in Folge die Ausgangsdaten für die Pivot-Tabelle zur Verfügung stellt.
PowerPivot-Logo
In Zusammenarbeit mit Power Query können hier Daten aus den verschiedensten Quellen geladen und miteinander verknüpft werden. Dadurch können Sie nun viel größere Datenmengen verarbeiten und Sie sparen sich auch den einen oder anderen SVERWEIS.
Mit der integrierte Formelsprache DAX (Data Analysis EXpression) können Sie außerdem sehr viele zusätzliche Berechnungen und Auswertungen vorab durchführen, sodass Sie dann beim Erstellen der Pivot-Tabelle deutlich schneller und flexibler sind.
Die Pivot-Tabelle bleibt also mit all ihren Möglichkeiten als “Frontend” erhalten, aber hinter den Kulissen haben Sie mächtig aufgerüstet!
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte…
Und bewegte Bilder sagen einem noch mehr. Deswegen haben wir die Erklärung mit einem Beispielszenario in ein Video gepackt und laden Sie ein, sich die Excel Power Tools im Einsatz anzusehen:
Haben wir Ihr Interesse geweckt?
In unserem Excel Kurs: Power Pivot: Datenanalyse und Reporting lernen Sie in 16 Kurseinheiten, wie Sie mit Power Pivot die Möglichkeiten für Ihre Auswertungen auf ein neues Level bringen und das Datenmodell optimal handhaben können.
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Darüber hinaus laden wir Sie ein, sich auch unsere Infoseite zur Power Query anzusehen:
Dort zeigen wir Ihnen, wie Sie den Datenimport in Ihr Datenmodell ideal managen und wie Sie aus so gut wie allen möglichen Datenquellen Ihre optimalen Informationen herausziehen und verarbeiten können.
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